Schlagwort: Gemeinschaft
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Nicht MITmachen - SELBERmachen!
Bei der Konferenz “Aufschwung für den Lassaner Winkel” der Europäischen Akademie der Heilenden Künste hatte ich im Gespräch mit einer Frau aus der Klein Jasedow-Familie ein echtes Schlüsselerlebnis. Sie sprach davon, dass oft Leute bei ihnen anfragen, ob sie in Klein Jasedow mitmachen können. Auf solche Anfragen antwortet sie, dass die Leute gerne in den Lassaner Winkel oder auch direkt ins Dorf ziehen können, aber dort dann selber ihr eigenes Ding machen. Nur auf dieser Basis ist dann eine Zusammenarbeit & eventuell ein engeres Zusammenleben möglich. Eine Gemeinschaft, die nur auf Mitmachern/Mitläufern aufbaut, kann nicht nachhaltig sein. Wenn nämlich die “Macher” in einer solchen Gemeinschaft aus welchen Gründen auch immer ausfallen, dann fällt die ganze Gemeinschaft auseinander.
Dazu passt wunderbar Frithjof Bergmann mit seinem Wirklich, wirklich wollen. Seine Beiträge zur Konferenz haben mir persönlich nicht viel Neues gebracht, da ich ihn schon in der Akademie Heiligenfeld erlebt hatte & seither schwer begeistert bin.
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Leipzig, wir kommen!
Es ist schon seit einigen Wochen beschlossene Sache & inzwischen haben wir sogar ne Wohnung, deshalb verkünde ich nun endlich auch hier: Wir ziehen nach Leipzig! Dass Sabine aus der Gemeinschaft in Jahnishausen aussteigt, dafür gibt es eine ganze Menge Gründe. Einer davon war bisher, dass die Kinder zum Sudbury-Lernzentrum gehen & das ne ganz schöne Aktion ist jede Woche für zwei Tage. Allerdings hat sich inzwischen die Sudbury-Gruppe gespalten & das Lernzentrum wird in der bisherigen Form eingestellt. So werden die beiden deshalb voraussichtlich statt dessen auf die Freie Schule Connewitz gehen. Das ist alles noch in der Schwebe & hängt natürlich davon ab, was die Kinder wollen. Leipzig gefällt uns auch ganz unabhängig von Freien Schulen, vor allem weil sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben hat eine Junge Stadt zu sein. Einer der Hauptgründe für unseren Weggang aus Jahnishausen ist nämlich, dass es die jüngeren Menschen bisher recht schwer haben, auf gleicher Ebene die Entwicklung der Gemeinschaft mitzugestalten. Wer sich seinen Lebensunterhalt mit Erwerbsarbeit verdienen muss & erst recht wer (noch nicht erwachsene) Kinder hat, steht unter einer erheblichen Mehrfachbelastung. Den Kindern selbst begegnen die Menschen am Platz sehr unterschiedlich, Kinder bewegen sich eher am Rande des Gemeinschaftslebens. Das ist auch kein Wunder, da die Gemeinschaft noch jung & mitten im Aufbau begriffen ist. Der Anspruch, generationenübergreifend zusammen zu leben, ist deshalb nach meiner Einschätzung nur ansatzweise in die Tat umgesetzt. Für mich ist auch fraglich, ob das wirklich einmal so sein wird hier; es muss ja auch nicht unbedingt sein, vielleicht entwickelt sich Jahnishausen statt dessen zu einer Gemeinschaft der “jung gebliebenen Alten”, die hier aktiv ihren Lebensabend gestalten. Das wäre in dieser Form sogar einmalig in Deutschland & von daher eine tolle Sache. Das ist meine ganz persönliche Einschätzung, andere mögen die Situation anders betrachten. Weshalb Jahnishausen für mich von vornherein nicht das war, was ich für mich suchte, geht deutlich aus meinen Anforderungen an meine Gemeinschaft hervor - mit gemeinsamer Ökonomie haben die wenigsten hier etwas am Hut.
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Gemeinschaft - mir persönlich Notwendiges sowie Wünschenswertes
Angeregt durch Markus Rüegg habe ich heute eine Liste meiner persönlicher Anforderungen an eine Gemeinschaft, in der ich dauerhaft leben würde, aufgeschrieben. Hier ist sie:
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Vertrauen: Menschen können nur dann gut gemeinsam leben, wenn sie einander vertrauen. Dieses Vertrauen wächst mit der Zeit; allerdings nur wenn die Menschen einander vertrauen wollen. In einem Vertrauensfeld ist unheimlich viel möglich – abstrakte Prinzipien wie Anarchismus, Konsens, Hierarchiefreiheit o.ä. müssen nicht starr eingehalten werden, die Menschen gehen flexibel mit der jeweils aktuellen Situation um.
“Die Gedanken der Mitarbeiter sind die stärkste Realität im Unternehmen”, schreibt Wolfgang Berger. Das gilt ebenso in Gemeinschaften.- Die Gemeinschaft ist für die Menschen da & nicht umgekehrt. Weil das so ist, weil jedeR Einzelne zählt, geht es oft langsamer voran als wenn alle an einem Strang ziehen. Doch wenn jemand gezwungen wird am selben Strang zu ziehen (was auf sehr subtile Weise geschehen kann), entstehen Missstimmungen & untergründige Gegenströmungen, die eine Gemeinschaft auseinanderreissen können.
Das Konsensprinzip in seiner tiefen, nicht bloss formalen Bedeutung ermöglicht langfristig tragfähige Gemeinschaft zwischen Menschen. Am treffendsten formuliert es Arnold Mindell in seinem Buch Der Weg durch den Sturm:
Die Haltung der tiefen Demokratie, welche unerschütterlich an die Wichtigkeit aller Teile eines Ganzen glaubt, an die Bedeutung aller unserer Persönlichkeitsteile und aller verschiedenen Sichtweisen in der Welt um uns herum. Noch anders formuliert halte ich es für essenziell wichtig, die Schatten aller Art anzuerkennen, denn sie alle haben uns Wichtiges mitzuteilen. - Die Menschen in der Gemeinschaft nehmen sich selbst nicht allzu ernst & wichtig.
Ich bin einer von gut sechs Milliarden Menschen & darüber hinaus eingebettet in ein Ganzes, das zunächst einmal diese Erde ist & auch darüber weit hinausreicht. Ein Blick in den nächtlichen Sternenhimmel rückt mir immer wieder die Perspektive zurecht, welche Rolle ich in diesem Spiel namens Leben eigentlich spiele: Ich bin auf diesen Planeten gekommen um das Leben zu erfahren. Gut & Böse, Falsch & Richtig, Wichtig & Unwichtig verblassen vor diesem Hintergrund. Zugleich fällt so manche Last des Mich-ach-so-wichtig-Nehmens von mir ab. - Damit das Vertrauen untereinander wächst, gehen die Menschen in der Gemeinschaft ehrlich & offen miteinander um. Wenn dies in der Hitze des Gefechts nicht gelingt, sind sie bereit, im Nachhinein auf die Situation zu schauen. Gemeinschaft kann auf Dauer nur bestehen, wenn die einzelnen Menschen bereit sind, sich mit ihren Ängsten, mit Wut, Trauer, Schuld & anderen “negativen” Gefühlen zu konfrontieren. Damit niemand dabei in ein schwarzes Loch fällt, ist ein grundlegendes Wohlwollen gegenüber allen Menschen in der Gemeinschaft erforderlich: Niemand will mir hier etwas Böses. Ob ich mich von jemandem verletzen lasse oder nicht, ist letzten Endes immer meine Sache.
- Liebe & Sexualität / Polyamorie: Liebesbeziehungen zu anderen Menschen (wobei mir das Wort “Beziehung” nicht gefällt, in Ermangelung eines besseren verwende ich es dennoch) spielen wohl eine zentrale Rolle im Leben eines jeden Menschen. Ich schreibe das bewusst so allgemein, weil ich über das heteronorme Geschlechterbild unserer patriarchalen Gesellschaft hinaus will. In der bürgerlichen Gesellschaft werden diese Themen als Privatangelegenheit betrachtet; man spricht nicht darüber. Das funktioniert schon in der typischen kleinfamiliären Struktur nicht, die ich als viel zu eng erlebe. Aus emotionaler Verstrickung heraus verschärfen sich Konflikte unnötig, bleiben Bedürfnisse unbefriedigt, wachsen Scham- & Schuldgefühle. Das alles ist nicht gesund; das wusste schon Freud.
In Gemeinschaft ist es einerseits kaum möglich, Beziehungsprobleme zu verstecken & als privat zu deklarieren. Wer das tut, sorgt damit für weiter gehende Unstimmigkeiten in der Gemeinschaft. Andererseits ist eine grössere Gemeinschaft von Menschen, die einander wohlgesonnen & vertraut sind, ein guter Rahmen um sich Verletzungen in der Liebesbeziehung anzuschauen. Dies kann in einer grösseren Runde geschehen oder auch im Zwiegespräch mit einzelnen FreundInnen aus der Gemeinschaft.
So richtig heiss wird es, wenn jemand sich zu mehreren Menschen (am besten noch aus der Gemeinschaft) hingezogen fühlt. Polyamorie ist hier das Stichwort. Ich empfehle als Richtschnur den wirklich von Herzen geschriebenen Text poly for dummies. Wenn diese Gefühle, diese Zuneigung sein darf, unabhängig davon was zwischen den Menschen dann passiert, entstehen keine neuen Schuldgefühle & Verletzungen, die mit dem Begriff “Fremdgehen” automatisch verbunden sind.
Ebenso wichtig ist mir die Offenheit gegenüber sexuellen Vorlieben. Ich möchte das Gefühl haben, nicht gleich verurteilt zu werden, wenn ich jenseits von Blümchensex Lust erlebe & dies den anderen mitteile. Erst dann werde ich diese Vorlieben nämlich mitteilen, erst dann ist ein offenes Gespräch darüber möglich. & in diesem offenen Austausch kann dann wieder ganz viel Vertrauen wachsen. Die Sexualität ist - neben dem Geld (siehe Punkt 3) - der Bereich, in dem das Patriarchat besonders viel Angst & Misstrauen gesät hat. - Spirituelle Praxis: Vertrauen rührt daraus, dass mensch verankert ist im Ganzen. Mir persönlich ist es nicht wichtig, einen bestimmten spirituellen Weg regelmässig im rituellen Rahmen zu üben. Mir ist der gemeinsame Alltag mit anderen Menschen das beste Übungsfeld. Es sollte jedeR in der Gemeinschaft den Raum finden, ihren/seinen spirituellen Weg zu gehen.
- Die Gemeinschaft ist für die Menschen da & nicht umgekehrt. Weil das so ist, weil jedeR Einzelne zählt, geht es oft langsamer voran als wenn alle an einem Strang ziehen. Doch wenn jemand gezwungen wird am selben Strang zu ziehen (was auf sehr subtile Weise geschehen kann), entstehen Missstimmungen & untergründige Gegenströmungen, die eine Gemeinschaft auseinanderreissen können.
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Alle Generationen leben zusammen.
“Kinder sind unsere Zukuft” heisst es oft. Das bedeutet, so wie wir unsere Kinder behandeln, so entwickelt sich unsere Zukunft.
Wie gehen die Erwachsenen mit Kindern um? Das ist die Gretchenfrage jeder Gesellschaft.
Eng verwandt damit: Wie behandelt eine Gesellschaft ihre alten Menschen? Bei uns in Deutschland werden Kinder gegängelt, in Schulen gezwungen (notfalls mit Polizeigewalt), die alten Menschen werden aufs Abstellgleis geschoben, sie werden ja nicht mehr gebraucht.
Wenn Menschen eine Gemeinschaft gründen, um anders zu leben als der gesellschaftliche Standard, dann gehört für mich unbedingt dazu, dass sich alle Generationen gegenseitig respektieren. Kinder sind freie Wesen, die wir Erwachsenen in ihrer Entwicklung unterstützen.
Alte Menschen haben aus der Erfahrung ihres langen Lebens viel zu teilen, was immer es sein mag.
Alle Menschen, ob jung oder alt, arm oder reich, gesund oder krank, können dem Ganzen etwas geben, & sie wollen das auch. Niemand ist überflüssig in dieser Welt, & stören tut nun schon gar niemand.
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Gemeinschafts-Unternehmen
Je länger ich mich nun sowohl mit Gemeinschaften als auch mit Wirtschaftsunternehmen beschäftige, um so deutlicher merke ich, dass beide unheimlich viel voneinander lernen können. Schliesslich ist jedes Unternehmen, das grösser ist als eine 1-Personen-Butze, immer auch eine Gemeinschaft. & eine Gemeinschaft, die längerfristig bestehen will, muss auch als wirtschaftliches Unternehmen erfolgreich sein. Das Know-How, das Menschen in Gemeinschaften sich erarbeiten, ist auch für gewinnorientierte Unternehmen sehr nützlich. Umgekehrt lassen sich viele Methoden aus dem Management in Gemeinschaften einsetzen.
Ein wichtiges Verbindungsglied der beiden - vermeintlich so weit auseinanderliegenden - Welten ist für mich Wolfgang Bergers Business Reframing.
Worum es Berger geht, fasst folgendes Zitat gut zusammen: Reframing bezeichnet die Umgestaltung der Funktionsweisen eines Systems, die Änderung seines inneren Schaltplans, seiner inneren Landkarte, seine Anpassung an neue Gesetze, die Erhaltung seiner Lebensfähigkeit auf einer höheren Evolutionsstufe. Human Reframing hebt das Denken des einzelnen auf eine höhere Ebene; es ist evolutionäre Sozialisation. Business Reframing hebt das Denken in Unternehmen auf eine höhere Ebene; es ist evolutionäre Kooperation. Um Kooperation dreht sich in Unternehmen & in Gemeinschaften alles; ohne Kooperation fallen sie mittel- bis langfristig auseinander. Damit kommen wir nebenbei bemerkt wieder zu der Frage, wie sich Bewusstseine synchronisieren lassen.
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Iromeisterix bei den Schweizern
Seit Sonntag Abend bin ich bei einem Oikos-Mitglied in St. Gallen als Übernachtungsgast einquartiert, den ich indirekt über den Hospitality Club (HC) gefunden hatte. Das war mal wieder abgefahren: Ich hatte jemand anderes vom HC per ICQ kontaktiert, & dann stellte sich heraus, dass er bei der Oikos-Konferenz genau den Workshop mitveranstaltet, an dem ich teilnehme. Mehr dazu in Kürze.
Jedenfalls hatte derjenige welche schon Leute bei sich einquartiert & hat deshalb über die Oikos-Mailingliste rumgefragt. So kam ich dann zu meiner Schlafgelegenheit.
Sowas passiert mir in letzter Zeit ständig, eine Synchronizität folgt der anderen.
Nicht nur das, ich hab seit einigen Wochen auch unheimlich viel um die Ohren, das Jet-Set-Leben hat mich wieder… Deshalb hinkt die Berichterstattung an dieser Stelle ein ganzes Stück hinterher, ich hab mehrere Beiträge in der Pipeline & jetzt kommt auch noch der zur Konferenz dazu sowie auch zum Stamm der Likatier in Füssen, wo ich vor St. Gallen ein paar Tage zu Besuch war. Davor wiederum habe ich eine Freundin in München besucht (Bussi für Becci!).
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kurzes Blitzlicht
Junge Junge, es gibt eigentlich Unmengen hier zu schreiben, weil sich seit The best things in life ganz viel ereignet hat, es sind auch schon mehrere Beiträge in Arbeit. Damit Ihr aber ganz grob auf dem Laufenden bleiben könnt, schreibe ich jetzt nur in aller Kürze.
Zuerst mal ein aktuelles Foto von mir:
Jahnishausen habe ich letzte Woche Dienstag verlassen & reise seitdem wieder mit Koffer.
Zur Zeit bin ich in der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten, einer christlichen Basisgemeinde in der Nähe von Kiel.
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Drei Monate Lebens(t)raum-Gemeinschaft Jahnishausen
Heute früh habe ich nach ziemlich genau drei Monaten die Lebens(t)raum-Gemeinschaft Jahnishausen wieder verlassen. Diesen Text schreibe ich jetzt einige Wochen im Nachhinein, es ist eine ganze Menge passiert zwischendurch & endlich finde ich mal die Ruhe, ein - wie immer sehr persönlich geprägtes - Resümee meiner Zeit in der Lebens(t)raum-Gemeinschaft zu verfassen.
Wer regelmässig über die Gemeinschaft auf dem Laufenden gehalten werden will, kann sich die Freundeskreis - Rundbriefe herunterladen oder zumailen lassen.
Ganz handfest habe ich in den beiden Treppenhäusern eine ganze Menge Decken & Wände weiss gestrichen, zum Verputzen üben bin ich gar nicht mehr wirklich gekommen. Einige Menschen aus der Gemeinschaft habe ich unterschiedlich intensiv am PC unterstützt, z.B. die wirklich fiese Spyware Smitfraud rausoperiert & mich ein wenig in TYPO3 eingearbeitet. Bei der Holzaktion (sägen & spalten für Brennholz) & dem Kohlen hochschleppen war ich immer wieder dabei, für meinen eigenen Ofen tat ich das regelmässig.
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Bewusstseine synchronisieren
Beim Forum der Lebens(t)raum - Gemeinschaft Jahnishausen ging es heute Abend viel darum, dass einigen Menschen hier in der Gemeinschaft momentan der gemeinschaftliche Geist fehlt. In ihrer Wahrnehmung leben zur Zeit alle weitgehend für sich, machen ihr eigenes Ding, wodurch viele Kämpfe & Interessenkonflikte entstehen. Es stand sogar das Bild von “jedeR gegen jedeN” im Raum. Andere konnten das nicht nachvollziehen & sehen gerade solche momentanen Uneinigkeiten als das, was eine tragfähige Gemeinschaft ausmacht. Das sind Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen & die Menschen als unterschiedliche Individuen genauer kennen zu lernen. Damit jetzt niemand denkt, hier sei ständig Stress & Konflikt am abgehen: das ist eine Momentaufnahme. Dennoch gehört so etwas zu Gemeinschaft dazu, dessen sollte mensch sich bewusst sein. & wenn sich alle immer einig wären, fände ich persönlich es jedenfalls todlangweilig!
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Leben in zwei Gemeinschaften gleichzeitig
Boah, im Moment lebe ich tatsächlich körperlich und geistig in Jahnishausen, zugleich geistig auch in der Gemeinschaft des Twenprojekts im Dunstkreis des ZEGG. Das (nicht-öffentliche, also keine Chance für Outsider :-( ) Internetforum der Twens geht so ab, das ist der absolute Hammer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Seit ein paar Wochen fühle ich mich einer wachsenden Gruppe von Menschen übers Internet total verbunden, wir tauschen uns über die allerpersönlichsten Themen aus. “Seelenstriptease”, würde Marie sagen - ganz doll liebe Grüsse & knutsch!
Der Schlaf kommt dabei ein wenig zu kurz, aber das ist voll in Ordnung. Junge Menschen kommen in Bewegung, kommen zusammen, öffnen sich & unternehmen gemeinsam etwas. & Alte Menschen tun das auch! Jippiiieeeeeee!!!!!!!
Ach, & da das schon seit Wochen auf meiner ToDo-Liste rumgammelt, empfehle ich an dieser Stelle einen ganz tollen Text von Marie: Brief an Freunde.
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Verbindlichkeit - der Klebstoff von Gemeinschaft
Weil ich vorletzte Nacht bis halb sieben den Roman “Der Schwarm” durchgelesen hatte (dazu später mehr), kam ich nicht zur verabredeten Kochschicht gestern Vormittag. Meine Mitköchin war deshalb berechtigterweise sauer auf mein Verhalten. Mir ist in der Situation aufgefallen, dass in Verbindlichkeit verbinden drinsteckt. Sage ich jemandem verbindlich etwas zu, dann verbindet mich das mit dieser Person. Von daher ist die Bezeichnung “Klebstoff” durchaus angebracht. Schulden bezeichnet das Recht drum auch als Verbindlichkeiten. Ein verwandter Begriff ist die Haftung. Hafte ich für meine Entscheidungen, dann klebe ich sozusagen daran, & alles was daraus folgt, habe auch nur ich allein voll zu verantworten. Aus diesem Grund bin ich seit einiger Zeit grosser Fan von Personengesellschaften, weil eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung was von Schwanz einziehen hat.
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